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Stamm Hagen von Tronje

Unser Heim

Unser Heim, sicherlich einer unser treuesten Kameraden überhaupt, steht nun seit über 30 Jahren am Rande von Hamburg Volksdorf und trotzt jeglichem Zerfall. Eigentlich war es nur eine kleine Bretterbude, die damals für Instandsetzungsarbeiten neben der U-Bahnlinie aufgebaut wurde. Nein, nicht hier, sondern irgendwo in Trabrennbahn. Aber dann kam ein Tieflader und brachte das kleine, damals nach braun gestrichene Häuschen nach Volksdorf. Wahrscheinlich sollte es nur ein Provisorium sein, denn es wurde nur auf einigen Findlingen abgestellt, aber im Prinzip steht es auch heute noch darauf.

Nach einigen anderen Jugendgruppen zogen dann schließlich die Pfadfinder in das alte Holzhäuschen. Nun wurde fleißig gewerkelt, eine Sitzecke eingebaut, das Heim von außen grün gestrichen und noch einige andere Kleinigkeiten ausgeführt...

Nach etlichen Einbrüchen, einem Brand und der natürlich nicht zu unterschätzenden Beanspruchung zahlreicher Jugendgruppen wiederfuhr dem Heim zwar eine regelmäßige Fürsorge, stand aber im Prinzip bis 1997 so unverändert an seinem Platz.

Die Bauwochenenden, die von unserer Älterengruppe zur Pflege und Instandsetzung des Heimes regelmäßig durchgeführt wurden, sorgten immer dafür, dass morsche Teile ausgewechselt wurden, die Außenwände mal einen neuen Anstrich bekamen und dass der Fußboden abgeschliffen wurde. Trotzdem gab es da das Problem, dass unser Heim eigentlich kein richtiges Fundament besaß und im Laufe der Jahre an verschiedenen Ecken und Kanten gerne mal etwas absackte und nachgab. Ein Wagenheber konnte zwar in dem einen oder anderen Fall wieder etwas geradebiegen, trotzdem litt das Dach doch sehr darunter, da es auch nur ein einfach genageltes Pappdach war.

Im Frühjahr 1997 war es dann soweit: ein neues Dach musste her, es half alles nichts mehr! Nachdem die ganze kalte Jahreszeit schon dazu verwendet wurde eifrig Pläne zu schmieden, sowohl baulicher als auch finanzieller Art, ging es dann im März zur Sache: Trotz zahlreicher Überlegungen, wie man ein neues, stabiles Dach bauen könnte, kamen wir zu dem Schluss, dass unser liebgewonnenes Heim eben doch "nur" eine Bretterbude war, also keine wirklich tragenden Teile besaß.

Deshalb begannen wir nach dem Ende des Bodenfrostes neue Fundamente um unser Heim aus Beton zu gießen. Auf diesen wollten wir dann mit einem Fachwerk das neue Dach abstützen, so dass das alte Heim keine statischen Funktionen mehr übernehmen musste, welche es wahrscheinlich auch gar nicht verkraftet hätte. Praktischer Weise lag der 1. Mai, der "Tag der Arbeit", in diesem Jahr so, dass uns für die gröbsten Umbauarbeiten ein verlängertes Wochenende zur Verfügung stand.

Wir bestellen also eine unheimliche Menge Holz, kauften unzählige Nägel und ein paar Rollen Dachpappe. Zunächst wurde das alte Dach komplett entfernt, was zu unserer Überraschung dann nicht einmal zwei Stunden in Anspruch nahm. Parallel dazu wurde der neue Dachstuhl zugesägt und vorbereitet. Unter der Anleitung eines Fachkundigen Vaters konnten wir dann die einzelnen Segmente auf unser zuvor errichtetes Trägerfachwerk hieven.

Zwei Tage später stand dann auch tatsächlich der Dachstuhl, welcher nicht nur stabiler und deutlich massiver war, sondern auch noch so hoch, daß wir nun einen Dachboden besaßen, der dann noch ausgebaut werden kann.

Es dauerte noch einige weitere Wochenenden, bis die Giebelwände auch noch verkleidet waren und unser Heim wieder halbwegs von allen Seiten geschlossen war.

Viel Zeit ging dann noch für die Dacheindeckung drauf, die wir diesmal "anständig" bewerkstelligen wollten. Auch wenn sich anfangs keiner von uns zutraute, mit einem Gasbrenner zu arbeiten, hat es letzten Endes doch ganz gut geklappt und wir haben nun ein geschweißtes Teerdach, was deutlich witterungsbeständiger sein soll.

Es wäre wohl übertrieben, von jedem weiteren Bauwochenende zu berichten, auf jeden Fall beschäftigte uns das ganze Jahr 1998 noch mit diversen Arbeiten an unserem neuen Dach.

1999 hatte sich unsere Stammeskasse dann auch wieder soweit erholt, dass wir uns an die neue Außenverschalung des Heims machen konnten. Erstens waren unsere Wände bisher ziemlich dünn, was dazu führte, dass die Heimabende manchmal sehr "eisig" waren und zweitens wollten wir das nun vorgesetzte Fachwerk neu verblenden. Also verschalten wir unser altes grünes Heim komplett mit neuem Holz, so dass von außen eigentlich nicht mehr viel von dem alten Heim zu sehen war. Außerdem strichen wir es jetzt blau, was dem Heim nun also ein völlig neues Aussehen gab, aber dafür war es jetzt auch schöner, größer und robuster.

Ein Ende unserer Bauarbeiten ist natürlich auch im Moment noch nicht in Sicht, jetzt steht der Innenausbau des Dachbodens und die Erneuerung der Elektroanlagen an. Na ja, mal sehen, was sich machen lässt, und wie weit die finanziellen Mittel reichen...