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Stamm Hagen von Tronje

Ungarngroßfahrt 13.07.2002 - 04.08.2002

1. Tag, Samstag der 13. Juli 2002

Gegen 20 Uhr trafen sich die Großfahrtenteilnehmer des Stammes Balmung am Reisezentrum des Hamburger Hbf. Nach kurzer Wartezeit und einem entspannten Einladen der Fahrräder saßen wir alle im Zug in Richtung Süden. Die Reisezeit wurde mit den typischen Dingen, wie z. B. Kartenspielen und der Zugbesichtigung überbrückt. Zwischen 0 und 2 Uhr versuchten alle in den Schlaf zu finden. Dies gestaltete sich auch relativ unproblematisch, da wir uns mit elf Personen über mehrere Abteile verstreuen konnten. Für eine Zugfahrt konnten alle recht gut schlafen, bis …

Johannes Jäkel

2. Tag, Sonntag der 14. Juli 2002

… um 6 Uhr eine freundliche Stimme die Fahrkarten zu sehen verlangte. Nachdem dies im Halbschlaf erledigt war, konnten wir noch zwei weitere Stunden schlafen. Gegen 9 Uhr erreichten wir unser erstes Etappenziel, Wien Westbahnhof. Von dort aus fuhren wir mit dem Fahrrad in Richtung Stadtmitte, um im Schlosspark ein ordentliches Frühstück zu uns zu nehmen. Die nun folgenden sechs Stunden bis zur Abfahrt unseres Zuges nach Ungarn wurden bei Temperaturen um die 30°C im Schlosspark verbracht. Neben einer Wiese, die sich zum Versteckenspielen eignete, war ein Brunnen eine große Attraktion. Die etwas älteren unter uns (Dampf, Docht, Clown und ich) verbrachten die Zeit mit einigen Canastarunden. Gegen 15 Uhr ging es mit dem Rad zum Bahnhof zurück. Leider war dort die Wartezeit etwas länger als geplant, da unser Zug eine halbe Stunde Verspätung hatte. Schließlich stiegen wir dann in die Bahn in Richtung Györ. Auf der Fahrt mussten wir einige Passkontrollen über uns ergehen lassen, bis wir gegen 18 Uhr in Györ ankamen. Dort wurden wir von der Hitze fast erschlagen, so dass das Bepacken der Räder schon zur schweißtreibenden Angelegenheit wurde. Nach einen kurzen Anruf zuhause und einigen Blicken auf die Karte fuhren wir zum Stadtrand um eine Schlafstätte zu finden. Nach nicht einmal 10 km fand sich eine akzeptable Wiese neben einem See, so dass wir uns gleich erfrischen konnten. Nun kochten wir noch einige Tütensuppen und reicherten diese mit Nudeln an. Bald darauf versuchten alle unter freiem Himmel in den Schlaf zu finden. Leider blieb es zum Teil bei Versuchen, denn es gab ein Problem: MÜCKEN!!!

Johannes Jäkel

3. Tag, Montag der 15. Juli 2002

Nachdem einige fast gar nicht geschlafen hatten, da sie rund rum von Mücken unterhalten wurden, hörten wir gegen 5 Uhr Grollen und Donnern, welches sich langsam aber sicher näherte. So beschlossen wir kurzerhand die Sachen zu packen. Kaum waren wir damit fertig, fing es auch schon an zu regnen! Wir warteten eineinhalb Stunden relativ verdröppelt und unausgeschlafen, bis der Regen aufhörte. Dann fuhren wir wieder nach Györ rein um das Reservierungsproblem für die Rückfahrt zu klären. Nach einigen sprachlichen Hindernissen löste sich das Problem von alleine, unsere Fahrkarten reichten aus. Dann frühstückten wir beim Bahnhof und fuhren weiter zur Touristen-Info, die uns gewünschte Fragen beantwortete. Nachdem wir fürs Abendessen eingekauft und Geld getauscht hatten, fuhren wir „richtig“ los. Um uns von der Hitze etwas zu erholen machten wir eine Eispause. Der Besitzer konnte etwas deutsch und zeigte uns noch alte Münzen. Kurze Zeit später fanden wir auch die erste, für Ungarn typische, kleine Wasserpumpe. Nachdem wir uns erfrischten und alle Wasserflaschen aufgefüllt waren, wurde weiter kräftig in die Pedalen getreten! Docht und Dampf suchten einen Lagerplatz, wo wir Kröten aufbauen konnten. Als das Feuer brannte, wurde das Essen zubereitet. Es gab Putenschnitzel in Rahmsauce, welches sehr lecker schmeckte und den großen Hunger stillte. Dann fielen alle schnell in den Schlafsack, da der Tag ja auch sehr lang war, für die Jüngeren auf jeden Fall! Kurz nach 22 Uhr war Zapfenstreich. Es war aber immer noch so heiß, dass man kaum schlafen konnte. Der Schlafsack wurde zum Teil nur als Decke benutzt.

Clown (Johannes Fehrler)

4. Tag, Dienstag der 16. Juli 2002

Nachdem wir um 10 Uhr aufgestanden waren, packten wir alles zusammen und fuhren um ca. 12 Uhr los. Wir frühstückten bei einem Laden. Nach einen langen anstrengenden Stück Strampeln in der Hitze des Tages, fanden wir eine Pumpe, die lustigerweise direkt neben einem Friedhof war. Dort wuschen wir uns gründlich mit dem „eiskalten“ Wasser. Johannes² kauften dann eine 6kg Wassermelone, die wir zusammen verspeisten. Wir fuhren weiter, bis wir in einem kleinen Dorf einkauften. Ein paar Dörfer weiter holten wir Wasser. Von dort aus mussten wir noch ziemlich weit fahren, bis wir endlich einen Lagerplatz fanden. Doch diesen fanden wir erst durch Zufall, weil Sören Asthma hatte und nicht mehr weiter konnte. An diesem Abend gab es Himmel und Erde. Nach dem Essen gingen wir sofort in unsere Schlafsäcke. Herr Säuerling (Matthias Krause)

5. Tag, Mittwoch der 17. Juli 2002

Um ca. 9 Uhr standen wir auf und packten. Dann, gegen 11 – 11.30 Uhr, fuhren wir los. Es ging am Anfang noch sehr hügelig zu, doch nachdem wir einen Laden gefunden hatten, war es nicht mehr so steil. Nach ein paar Pausen verfuhren wir uns und mussten zurück fahren. Kurz darauf fing es an zu regnen und ich bekam einen platten Reifen. Zum Glück fanden wir eine Bushaltestelle, wo ich den Reifen flickte. Nach längerer Zeit fuhren wir weiter. Dann kauften wir ein und holten noch schnell Wasser. Gegen 20 Uhr fanden Hannes und Clown eine Lagerhalle, die nie fertig gemacht wurde. Nach dem Essen (Korv Stroganov, d. Red.) spielten noch einige und andere haben geschlafen.

Sniff (Oliver Stoltenberg)

6. Tag, Donnerstag der 18. Juli 2002

Nach einer regnerischen Nacht in einer Lagerhalle fuhren wir in ein nahegelegenes Dorf, wo wir bei einem COOP-Laden aßen. Danach gingen Clown und Johannes in eine Post, wo sie Briefmarken kauften. Danach fuhren wir sehr lange im nassen Wetter immer auf der gleichen Straße. Dabei nahm Sniff ein kleines Schlammbad am Wegesrand. Dann kauften Clown und Johannes ein. Dann fuhren wir weiter. Auf der Suche nach einem Lagerplatz wanderten/fuhren wir über ein Feld. Auf dem Lagerplatz angekommen, wurden seltsame Konstruktionen gebaut. Dann gab es Essen (Spaghetti Carbonara, Anm. d. Red.) und eine Mütze voll Schlaf.

Dolch (Robert Brinckmann)

7. Tag, Freitag der 19. Juli 2002

Wir sind so zwischen 10 und 12 Uhr aufgestanden und gegen 13.30 Uhr losgefahren. JJ musste Jan ziehen, weil ihn gestern die Kette gerissen ist. Wir sind noch ungefähr 45 Minuten gefahren und dann am Laden angekommen. Hannes und Hannes sind dann losgegangen um eine neue Kette zu kaufen. Als sie wiederkamen, versuchten sie die Kette einzubauen. Derweil konnten wir in den Laden gehen. Gefrühstückt haben wir Müsli in allen Sorten. Dann sind wir weiter gefahren und nach einer Weile suchten wir einen Lagerplatz und fanden einen. Der Lagerplatz liegt an einem kleinen See zwischen zwei Sonnenblumenfeldern. Zum Abendbrot gibt es Tomatensuppe.

Eip (Joshua Horn)

8. Tag, Samstag der 20. Juli 2002

Bereits um 8.30 Uhr standen die ersten Leute auf um zu packen. Um 9.20 Uhr waren dann alle auf den Beinen, da wir um 10 Uhr losfahren wollten um pünktlich am Laden in Siófok anzukommen. Doch vorher gingen die beiden J. los eine neue Kette für Jan zu kaufen, da bei seiner Kette das Kettenschloss zu groß war und er nicht schalten konnte. Als Johannes² fertig waren mit dem Einbau der neuen Kette, fuhren wir zum Laden, um einzukaufen, doch der hatte dicht. Also weiter zum nächsten Laden. Auf dem Weg dorthin muckte ich dann so hin und her (Clown war begeistert), doch schließlich fanden wir einen Plus, der bis 16 Uhr aufhatte. Wir ließen uns auf einer Wiese in der Nähe des Balatons nieder. Nach dem Essen badeten wir im Balaton und kauften Souvenirs. Nun liegen wir hier in der Nähe von einem Friedhof auf einem Feld und warten, dass das Gurkengulasch fertig wird.

Dampf (Daniel Braatz)

9. Tag, Sonntag der 21. Juli 2002

Heute konnten wir einmal richtig ausschlafen, da wir das Frühstück schon am Samstag eingekauft hatten. Das haben Clown und Johannes auch richtig ausgenutzt, sie schliefen mit Abstand am längsten von uns allen: ca. bis 12.30 Uhr. Dann frühstückten wir, packten zusammen und fuhren gegen 15 Uhr los. Dann entdeckten Clown und Johannes aber noch Müll, womit das Eis von heute wohl gestrichen war. Wir fuhren eine ganze Weile, bis wir zu einem „maxi COOP“ kamen und Clown und Hannes Brombeeren kauften. Danach gings relativ satt und zufrieden weiter. Bald kamen wir an einen „Strand“ und gingen Hortenweise Baden, erst Wanderfalke (halbe Stunde), dann Turmfalke (dreiviertel Stunde). Man konnte ca. 300 Meter weit reingehen und das Wasser stand einem gerade mal bis zum Bauchnabel. Dabei hatte das Wasser am Anfang Badewannentemperatur. Nachdem auch die Horte Turmfalke sich umgezogen hatte, ging es weiter immer am Balaton entlang. Irgendwann kamen wir wieder an einen „maxi COOP“, wo Clown und Hannes für uns alle ein Eis holten. Dabei meinten sie: „Das ist nur das Eis von gestern, weil ihr da ja keins hattet.“ Danach ging es immer weiter bis um 22 Uhr. Denn als wir einen Berg hochfuhren, in der Hoffnung dort einen Lagerplatz zu finden, ging Sniffs Gangschaltung total schrott. Zum Glück fanden wir aber noch einen Lagerplatz, zwar keinen guten aber immerhin. Jetzt hieß es so schnell wie möglich aufbauen und Feuerholz sammeln, denn schon bald kam ein Gewitter und es regnete Bindfäden. Als es aufgehört hatte sammelten alle noch ein bisschen dickes Holz und dann wurde gekocht. Nach 40 Minuten war das Essen fertig, es gab Reis mit Zwiebeln und Brühe (Risotto Pur, Anm. d. Red.). Nach dem Essen gingen alle gesättigt und geschafft ins Bett.

Jan Berngruber

10. Tag, Montag der 22. Juli 2002

Nachdem wir um ca. 11 bis 12 Uhr aufgestanden waren, fuhren wir los (Sniff musste von Clown gezogen werden) um in der Stadt zu frühstücken und einen Fahrradladen für Sniffs geschrottete Gangschaltung zu suchen. Als wir die Stadt erreicht hatten, kam Sören plötzlich ein Spannriemen in die Speichen. Diesen unfreiwilligen Stopp hatte auch seine Vorteile, denn wir entdeckten einen Fahrradladen, bei dem Sniffs Rad repariert werden konnte. Da neben diesem Laden eine hübsche Wiese war, beschlossen wir dort zu frühstücken. Bis Clown und Doppeljott vom Supermarkt wiederkamen, vertrieben wir uns die Zeit mit Kartenspielen und anderen Spielen. Als wir frühstücken konnten (ca. 14.30 Uhr) fuhren wir mit heilen Rädern weiter. Als wir lange gefahren waren, hielten wir endlich bei einem Lebensmittelgeschäft an und Hannes und Hannes kauften uns ein Eis. Danach fuhren wir nach einer Pumpe Ausschau haltend durch die Stadt. Als wir eine gefunden hatten, füllten wir unsere Flaschen und Wassersäcke. Als wir gerade losfahren wollten, bemerkte Dampf, dass er einen Platten hat. Das übliche Gewerkel, dann der entsetzte Aufschrei: Das Ventil ist kaputt! Naja, als wir es dann endlich geschafft hatten (es wurde langsam schon dunkel) fuhren wir los, um einen Lagerplatz zu suchen. Herumirren im Dunkeln, dann hatten wir keine Kraft und Lust mehr weiter zu fahren und packten uns an einen eklig aussehenden Fluss, der bei den Anglern aber offensichtlich sehr beliebt war. Nun das Übliche: Zelte aufbauen und Feuerholz sammeln (zum Teil mit Kerzen als Lichtquelle). Nun sitzen wir in unserem Ochsenfrosch und warten darauf, dass das Chili con carne fertig wird, als der neue Tag anbricht.

Gemse (Hans-Augustin Schmidt-Rhen)

11. Tag, Dienstag der 23. Juli 2002

Nachdem wir gegen 10.15 Uhr aufgestanden waren und wie geplant um ca. 11 Uhr loskamen, fuhren wir eine Weile, bis wir an einen COOP (Lebensmittelladen) kamen. Dann kauften wir ein und suchten einen guten Platz zum frühstücken. Nachdem wir aus der Stadt herauskamen, fanden wir einen geeigneten Lagerplatz fürs Bergfest. Auf dem Lagerplatz bauten wir alle Ochsenfrösche auf. Nachdem Hannes und Clown fertig aufgebaut hatten fuhren sie in die Stadt und kauften für das Bergfest ein. Als erstes vertrieben wir uns die Zeit mit Kartenspielen. Dann sammelten wir gut 45 Minuten Feuerholz und machten dann 15 Minuten Pause und sammelten dann noch eine halbe Stunde weiter. Danach gingen manche in die Kröten und lasen Bücher, andere spielten Spiele. Als Johannes² wieder da waren kriegten wir alle ein Croissant. Danach schliefen die meisten oder dösten vor sich hin. Als es dann endlich soweit war wurden wir alle geweckt und zum Lagerfeuer geholt. Da gab es dann als erstes einen gebratenen Apfel. Danach gab es Putenfleisch mit mehreren Saucen und Knabberzeug (Dippgemüse, Anm. d. Red.). Danach sangen wir ein paar Lieder und dann aßen wir die Backkartoffeln. Jetzt mussten wir noch eine Weile warten, bis der Tschai fertig war.

Sören Loley

12. Tag, Mittwoch der 24. Juli 2002

Der Tschai war verspeist und die meisten waren gerade auf den Weg in den Schlafsack (es war 5 Uhr), da kam irgendjemand (man munkelt, dass es Gemse war) auf die Idee, dass man ein morgendliches Bad im Balaton nehmen könnte. Alle, bis auf Dolch (der schlief tief und fest), waren begeistert und so machten wir uns gegen 5.30 Uhr mit dem Fahrrad in Richtung Balaton auf. Dort angekommen gingen wir unter den Blicken der verwunderten Reinigungskräfte des Strandbades eine kleine Runde schwimmen. Danach wurden die Duschen noch zum Waschen genutzt, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Beim Losfahren stellte Dampf (oder doch Schlauch) mal wieder fest, dass er einen platten Reifen hatte. So musste er die 5 km bis zum Lagerplatz schieben. Wir anderen kauften noch Brötchen zum Frühstück ein. Komischer Weise war Dampf trotzdem schneller beim Lagerplatz als wir (mysteriös, mysteriös). Die meisten beschlossen nun ein wenig zu schlafen, so auch Clown und ich. Dies klappte auch recht gut, bis Sören meinte, dass uns ein Mann sprechen wolle. Dieser teilte uns aber nur mit, dass das Feuermachen doch sehr gefährlich sei und wir dies doch lassen sollten. Nach ein paar weiteren Stündchen Schlaf beschlossen wir gegen 12 Uhr unsere Brötchen zu verzehren. Der weitere Tagesablauf war der eines typischen Ruhetages: Lesen, Schlafen, Kartenspielen … Um ca. 15 Uhr fuhren Clown und ich dann noch ins nah liegende Dorf, um für das Abendessen einzukaufen, während andere Wasser organisierten. Gegen 20 Uhr bereiteten wir dann mit viel Liebe und Mühe unsere Tütensuppen zu, welche wir mit Nudeln anreicherten. Kaum war das Essen fertig, begann es zu regnen, sodass wir beschlossen das Abendessen in unseren kunstvoll gestalteten Bauten zu uns zu nehmen. Bald darauf gingen auch alle schlafen.

Johannes Jäkel

13. Tag, Donnerstag der 25. Juli 2002

Nachdem die letzte Nacht ja nicht so üppig mit Schlaf ausgefallen war, wurde lange geschlafen, so dass das Defizit etwas ausgeglichen wurde. Dampf-Schlauch machten seinen Zweitnamen alle Ehre und war mal wieder an seinem Fahrrad zu schaffen, welches wie fast immer platt war. Kaum war die Luft im Schlauch wurde sie schon wieder rausgemogelt, obwohl Mogel damit nichts zutun hatte. Egal, gegen ca. 2 Uhr brachen wir auf und fuhren gerade mal 2 ½ km, bis Dampf-Schlauch vom Fahrrad abstieg und begann zu schieben. Der nächste Plattfuß, schon wieder im Vorderreifen! Die Felge wars gewesen, eine kleine Schweißnaht wurde sorgfältig abgeklebt und ein Problem war gelöst, doch sobald wir weiter wollten, hatte Jan eine Panne. Gegen 4 Uhr konnten wir dann endlich, immer noch ohne Frühstück, richtig losstrampeln! Ein paar Hügel noch, die einigen die letzten Kraftreserven gekostet haben, und dann waren wir endlich im nächsten Dorf. Ein Laden war gefunden, der eigentlich nur bis 16.30 Uhr aufhaben sollte, es war aber schon eine viertel Stunde später, welches die Besitzer aber nicht störte uns noch freundlich zu bedienen, bevor ihr Feierabend beginnen konnte. Gegen 17 Uhr konnten wir unseren Hunger ausreichend vor dem Laden stillen. Wir aßen Brot mit Käse, Wurst und Honig und Marmelade. Kurz vor 6 Uhr fuhren dann Hannes und ich schnell los, um noch einen anderen Laden zu finden, wo wir etwas zu Essen fürs Abendbrot bekommen konnten. Auch hier wurde die Ladentür gerade abgeschlossen, als wir kamen. Auch diese Besitzerin war freundlich und schloss wieder auf, sodass wir noch ein paar Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Nudeln einkaufen konnten. Später bemerkten wir, dass dieses fast alles für Peparonatta a la Siziliana war. Nur die Oliven fehlten. Für einen Blitzeinkauf gar nicht schlecht. Später gabs auf dem Weg noch ein Eis, als wir gerade Wasser an einer Pumpe holten. Nach knapp 30 km, gegen 21 Uhr suchten wir uns einen Lagerplatz in einem Kiefernwald und aßen später unser leckeres Essen. Gegen 1 Uhr legten sich die ersten in ihre Schlafsäcke, um sich klarzumachen, dass sie gerade den 3. Tag ohne Regen auf der Großfahrt erlebt haben. Na dann mal einen erholsamen Schlaf. Gute Nacht!

Clown (Johannes Fehrler)

14. Tag, Freitag der 26. Juli 2002

Heute sind Daniel und ich um 10.20 Uhr aufgestanden (die anderen sind noch früher aufgestanden): Nachdem wir gepackt hatten, fuhren wir zu einem ABC und frühstückten dort. Danach fuhren wir zu einer so typischen Pumpe, wo wir unsere Flaschen auffüllten und eine Waschpause für unsere Klamotten einlegten. Einige schrieben noch Postkarten. Nach ein paar weiteren Kilometern kauften Johannes² für das Abendessen ein: Apfel-Schweine-Curry! Dort aßen wir noch Pudding und Wassermelone zur Stärkung. Noch ein paar Kilometer weiter fanden wir einen sehr schönen Lagerplatz mit viel Feuerholz. Wir aßen an diesem Tag sehr früh, weil wir morgen ja früh los müssen um noch einzukaufen. Um 23 Uhr schliefen fast alle, um morgen fit zu sein.

Herr Säuerling (Matthias Krause)

15. Tag, Samstag der 27. Juli 2002

Morgens: „Schlafen ist gut, aber nix Feuer!“ Eine Stimme weckte uns und sagte, dass es falsch sei Feuer zu machen. Als wir um 9 Uhr aufstanden, kam zwei Mal nach einander eine Schafsherde vorbei. Dann fuhren wir weiter. Als wir schon 40 km geschafft haben, war es aber erst 16.30 Uhr. Wir holten Wasser. Als Eip weinend wieder kam, weil es Streit zwischen Dampf-Schlauch und Eip gab. Hinterher, beim zweiten Mal Wasserholen, hatte Dampf-Schlauch sich bei Dolch angelehnt und wir sangen: „Verzieh dich, du dummer Sack!“ Das mochte Dampf-Schlauch nicht und trat Eip voll auf seinem Blutschwamm. Eip weinte schon wieder. Clown ging zu Dampf-Schlauch hin und bat ihn um sein Halstuch. Wir fuhren weiter. Irgendwann hatten wir schon 65 km geschafft und guckten nach einem Lagerplatz an Bahngleisen. Sören legte eine Münze auf die Gleise. Als eine Bahn kam, war die Münze ungefähr halb so dick wie vorher und voll verzogen. Aber wir hatten keinen Lagerplatz und mussten weiter. Auf einmal hatten wir schon 70 km geschaftt, als Clown und Hannes einen Lagerplatz fanden.

Sniff (Oliver Stoltenberg)

16. Tag, Sonntag der 28. Juli 2002

Eine wunderschönen guten Morgen, liebes Tagebuch (gähn)! Heute war ein Ruhetag, Clown und Johannes schliefen sehr lange. Als sie aufgewacht waren, aßen wir. Dann spielten einige Skat und holten Wasser. Als sie wiederkamen, gab es ein reiches Essen, dann wurde Skat gespielt und geschlafen.

Dolch (Robert Brinckmann)

17. Tag, Montag der 29. Juli 2002

Als wir zwischen 9.30 Uhr und 10.30 Uhr aufgestanden sind, haben alle angefangen zu packen. Als Sören den Spaten einpacken wollte, fand er ihn nicht. Nachdem alle suchten, fiel Sniff ein, dass er ihn beim kacken vergessen hat. Nachdem wir losgefahren waren, kamen wir nach ca. 10 km am Laden an. Gegessen wurde auf einer kleinen Wiese am Laden. Beim Essen schloss Mogel eine Wette ab, dass er für 6.50 € ein ganzes 1kg-Brot isst. Er schaffte es aber nicht, nach knapp der Hälfte wurde ihm schlecht. Als wir weiter fuhren, kamen wir nach langer langer Zeit in eine größere Stadt, wo wir in einem kleinen Park Pause machten. Dann gingen Johannes² Essen kaufen, während wir Karten spielten. Als sie wieder kamen, gingen sie gleich wieder los, um nach einem Schwimmbad zu gucken. Während sie weg waren, spielten wir Karten und tobten ein bisschen. Dann kamen Johannes² wieder und wir gingen schwimmen. Im Schwimmbad tobten wir und gingen gründlich duschen. Nach uns gingen Hansens schwimmen. Nachdem wir weiter gefahren sind, suchten wir auch gleich nach einem Lagerplatz. Und wir fanden einen hinter einem Feld auf einem kleinen Waldabschnitt. Zu Essen gab es Spaghetti Carbonara.

Eip (Joshua Horn)

18. Tag, Dienstag der 30. Juli 2002

Gegen 10 Uhr standen Sniff, Herr Säuerling und ich auf, um uns aus der drückenden Wärme in der Kröte in den Wald zu retten. Dort versuchten wir weiter zu schlafen, was uns aber nicht gelang. Dann so etwa gegen 11.30 Uhr fingen alle an zu packen und schon ging es los. Wir mussten über ein Feld wandern, was nicht einfach war. Als dann auch der Letzte an der Straße angekommen war, ging es los in Richtung Sopron. In einem kleinen Dorf fanden wir nach ca. 20 km einen ABC, wo wir frühstückten. Es gab 66 Brötchen, was die Verkäuferin Clown und Johannes beim Kauf nicht glauben wollte. Danach ging es gestärkt weiter, bis Hannes nach ca. 1,5 km einen Platten hatte. Nach 1 ½ Stunden ging es dann weiter Richtung Österreich, wo wir ca. 10 km hinter der Grenze einen Lagerplatz fanden. Zum Essen gab es Tütensuppen.

Dampf-Schlauch (Daniel Braatz)

19. Tag, Mittwoch der 31. Juli

Wir standen auf (ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann) und Mogels Bauchschmerzen waren weg. Dann brauchten wir eine ganze Weile zum Packen und fuhren schließlich gegen 13 Uhr los. Wir fuhren bis zum nächsten Dorf, wobei ich persönlich am liebsten bei jeder Kurve der Straße angehalten hätte, denn dort wuchsen die schönsten und leckersten Weintrauben überhaupt! Naja, auf jeden Fall, als wir im Dorf ankamen fanden wir auch einen … nein keinen „Coop“, sondern einen … E-Aktiv-Markt! Nur leider hatte dieser vor kurzer Zeit zugemacht. Also fuhren wir weiter, in der Hoffnung noch einen Supermarkt zu finden. Den fanden wir … nicht. Deshalb setzten wir uns auf eine Wiese und Hannes und Clown zu Essen zu kaufen. Sie kriegten 16 Corny-Riegel. Jeder kriegte 1 ½, bis auf Clown, der kriegte nur einen, da er beim „Zahnstocherziehen“ den Kürzeren zog. Nachdem wir die Zeit mit Skat, Canasta und Mau-Mau breitgeschlagen hatten, fuhren wir wieder zum E-Aktiv-Markt, der jetzt ja offen hatte. Wir machten es uns im danebenliegendem Park gemütlich, während Clown und Hannes wieder einkaufen gingen. Dann fielen die ersten Regentropfen und schon bald goss es wie aus Eimern. Wir deckten schnell alle Fahrräder mit unseren Ponchos zu und schon bald kam Hannes angelaufen, um zu gucken, ob alle Fahrräder abgedeckt waren und um uns zu sagen, dass sie auch schon fürs Abendessen einkaufen würden. Als er wieder gegangen war, schüttete es noch mehr und wir stellten uns schnell unters Vordach der Post. Dann hatten Herr Säuerling, Dampf-Schlauch, Mogel, Docht und ich keinen Bock mehr, wir zogen Schuhe, Strümpfe und T-Shirt aus und stürzten in den strömenden Regen! Dann wurde der Regen weniger und es nieselte nur noch ein bisschen. Schließlich kamen Clown und Hannes wieder, mit zwei Einkaufswagen voll (einen fürs Frühstück, einen fürs Abendessen). Als wir dann mit Müsil-unterm-Postvordach-Essen fertig waren, fuhren wir weiter, bis wir irgendwann einen Lagerplatz fanden. Auf dem Lagerplatz mussten wir kein Holz sammeln, da neben unserem Lagerplatz ein Stapel mit Feuerholz aller Art lag, ein ziemlich großer Stapel. Dann gab es Essen: Gurkengulasch! Danach gingen alle in ihre Konstruktionen und schliefen ein.

Jan Berngruber

20. Tag, Donnerstag der 1. August 2002

Nachdem wir um ca. 11-12 Uhr aufgestanden waren (die Sonne schien knallheiß) bemerkte Johannes, dass er einen Platten hat. Als er diesen endlich geflickt hatte, fuhren wir los, um einen Laden zu suchen. Gleich im ersten Dorf fanden wir einen Sparmarkt. Dort frühstückten wir Müsli. Dann fuhren wir eine längere Zeit, bis wir in die Stadt „Bruck an der Leitha“ kamen. Dort suchten wir einen Laden, um für das Abendessen einzukaufen. Wir fanden einen „Zielpunkt“, der direkt neben einem kleinen Park mit Springbrunnen und Chlorbecken lag. In diesen Park blieben wir dann auch erstmal und Clown und Doppeljott kauften für das Abendessen ein, es sollte MATSCH! deluxe geben. In der Zwischenzeit landeten Mogel und Jan im Chlorbecken. Zum Glück war es sehr heiß, sodass ihre Sachen sehr schnell trockneten. Dann kamen die Hansens wieder und jeder bekam einen riesigen Trinkjoghurt. Dann durften wir noch mal in den Laden. Dann fuhren wir wieder los, holten aber noch Wasser zum Kochen und Trinken in Bruck a. d. Leitha. Als wir aus der Stadt herausfuhren, sahen wir plötzlich, dass drei (3!) Gewitter auf uns zukamen. Wir fuhren natürlich zum erstbesten Platz, wo man eine Kröte aufbauen konnte (dieser Platz lag natürlich direkt an einem Feldweg) und bauten rasend schnell auf. Glück gehabt: es regnete nicht sehr lange und wir konnten ungestört Feuerholz sammeln. Nun wurden fleißig Sonnenblumenkerne gesammelt (der Platz lag direkt neben einem Sonnenblumenfeld), was bald zu einem regelrechten Wettbewerb ausartete. Eine Gruppe hatte am Schluss mehr als 4 kg Kerne. Dann riefen uns die Hansens zum Essen und danach wurden noch fleißig Sonnenblumenkerne mit Öl und Honig angeröstet. Nach diesem anstrengenden Tag, gingen alle müde in den Schlafsack.

Gemse (Hans-Augustin Schmidt-Rhen)

21. Tag, Freitag der 2. August 2002

Als wir gegen 9 Uhr aufgestanden waren und anfingen zu packen, sammelten manche noch Sonnenblumenkerne. Als wir dann gegen 11.15 Uhr losfuhren, kam die Sonne zum Vorschein. Als wir dann in die erste Stadt kamen, suchten wir einen Supermarkt, fanden aber leider keinen. Das war in den nächsten zwei Städten übrigens auch so. . In der vierten Stadt fanden wir endlich einen Supermarkt. Hannes und Clown holten als erstes Frühstück. Als wir endlich mit dem Frühstück fertig waren, kauften Hannes und Clown für Geschnetzeltes ein. Nachdem wir fertig gefrühstückt hatten, fuhren wir über die Donaubrücke. Dann fuhren wir einen Radwanderweg, der ziemlich lang war. Nach ein paar Kilometern hatte Dampf-Schlauch seinen achten Platten auf der Fahrt. Als er am flicken war, holten wir Wasser. Dann kamen wir wieder und suchten einen Lagerplatz. Als wir einen fanden, bauten alle ihre Kröten auf und suchten Feuerholz für das Abendessen (Geschnetzeltes). Jetzt gingen wir alle ins Bett.

Sören Loley

22. Tag, Samstag der 3. August 2002

Gegen 4:30 gaben Clown und ich nach drei Stunden auf in den Schlaf zu finden. Wie schon in der ersten Großfahrtennacht hatten wir viele kleine Probleme, die einen vom Schlaf abhielten: MÜCKEN! Also krochen wir aus unserer Krötenkonstruktion und schauten, was das Volk machte. Hierbei stellten wir fest, dass bis auf Dolch, Sören und Sniff ebenfalls keiner in den Schlaf gefunden hatte. Nachdem wir das Feuer wieder zum brennen gebracht hatten, kamen langsam einer nach dem anderen aus den Kröten. Mogel holte noch schnell etwas Feuerholz aus dem Wald, bevor er seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Töpfesäubern, nachging. Die anderen holten ihre Schlafsäcke zum Feuer, da dies eine fast mückenfreie Zone war. So konnten wir noch vier Stunden schlafen, ehe die Sonne unaushaltbar heiß auf uns schien. Dies war aber auch vorteilhaft, da es schon nach 9 Uhr war. Schließlich war es Samstag und wir mussten noch etwas zu Essen bekommen. Schnell gepackt und losgefahren, standen wir gegen 11 Uhr vorm „Zielpunkt“. Nachdem Clown und ich Brot, Aufstrich, Kakao und Schokopudding gekauft hatten, aßen wir diesen in einem Park, vor einer rosaroten Kirche. Als alle gesättigt waren, versuchten nacheinander Mogel, Dampf-Schlauch und Gemse ihre Hortentopfpunkte mit dem Verzehr von Nesquik-Pulver („Der Hase“, wie es Mogel bezeichnet) abzuarbeiten, um so die St...