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Stamm Hagen von Tronje

Irlandgroßfahrt 26.07.2004 - 09.08.2004

Mit dabei: Stull, Schummel, Einstein und Müm.

Dienstag, 26.07.05

"Pech gehabt"

Mein Tag begann um 7 Uhr. Meine Mutter und ich fuhren mit dem Gepäck, das wir am vorherigen Tag eingeladen hatten, zum Flughafen (Lübeck). Um Punkt 9 Uhr trafen wir uns mit den anderen am Flughafen. Als wir unser Gepäck ausgeladen hatten, gingen wir zum Check-In. Wir gaben das Gepäck auf und bei der zweiten Kontrolle stellte sich heraus, dass ein Fahrradschlauch als Waffe gilt. Also musste ich auch mein Handgepäck aufgeben. Als nun alles in Ordnung war, ging ich zu den Anderen. Um 11:20 Uhr setzten wir in Shannon/Irland auf. Als unser Gepäck endlich da war, bepackten wir unsere Fahrräder und fuhren ohne weitere Probleme aus Shannon heraus. Nun begann unsere lange Reise. Wir fuhren ein paar Meter bis wir feststellten, dass in Irland Linksverkehr herrscht. Wir gewöhnten uns nur mühsam daran. Wir fuhren 20 Kilometer und dann kauften wir für uns ein. Nun begann die Suche nach einem Lagerplatz. Doch wir fanden leider nichts. In irgendeiner Seitenstraße sprach und ein Mann an. Er wollte wissen, woher wir kommen. Als wir ihm sagten, dass wir einen Platz zum schlafen suchen, bot er uns seinen Garten an. Der Tag ging damit zuende, dass wir mit dem Sohn noch Fußball spielten. Auch aßen wir noch Himmel und Erde und ein Eis, dass wir vom Gastgeber geschenkt bekommen hatten.

Gute Nacht, Stull

Mittwoch, 27.07.05

An unserem ersten Morgen in Irland erwachten wir in einer supergut abgespannten Kothe mit wundervollen Rasen. Es war so bequem, dass eigentlich keiner aufstehen wollte. Da wir jedoch weiter wollten, mussten wir wohl aufstehen. Nach einem Toastfrühstück ging's dann los.

Wir folgten der Route auf unserer Fahrradkarte, jedoch bogen wir einmal zu früh ab, was einen längeren Umweg bedeutete. Wir fuhren durch Ennis, einer typischen irischen Kleinstadt. Typisch bedeutet, viele Pubs, mehrere historische Gebäude und Kirchen - Einfach nett. Nach der Stadt fing unsere Route an langsam immer bergiger zu werden. Und so kamen wir immer langsamer voran. Die Landschaft dagegen wurde immer schöner. Bei einem kleinen Shop kauften wir später noch unser Essen ein und fluchten wieder über die teuren Preise in Irland.

Während wir so durchs Land fuhren, fiel uns irgendwann ein, dass wir unsere Uhren noch garnicht umgestellt hatten. Wir stellten sie jedoch nicht um, da es nach unsere Uhr erst später am Abend dunkel wurde. Zum Abend hin fingen wir bald an einen Lagerplatz zu suchen. Nach mehreren Nachfragen bei Einheimischen, fanden wir jemand auf dessen Wiese wir unsere Kothe aufbauen und auch Essen kochen durften. Bald war die Kothe aufgebaut und auch unser Essen fertig. Es gab Nudeln mit einer Mais-Erbsen-Tomatensauce (mehr hatte der Shop nicht hergegeben). Nach dem Essen laß ich den Anderen noch zwei Kapitel unsere Großfahrtenlektüre vor, bis wir dann alle einschliefen.

Schummel

Donnerstag, 28.07.05

Heute morgen begann der Tag wie immer: Wir standen um ca. 11 Uhr auf und frühstückten. Unser Ziel heute waren die Cliffs of Moher. Wir fuhren um 13 Uhr los und kamen ungefähr um 16 Uhr dort an. Wir stellten fest, dass das Wasser nicht gerade warm war. Das Wetter war perfekt zum Radfahren, aber nicht zum Baden. In einem Campingshop kauften wir eine Gaskatusche für unseren Gaskocher, da wir auf den Klippen kein Holz finden würden. Wir fuhren also in Richtung Klippen. Die Fahrt war sehr anstrengend, da es fast durchgehend nach oben ging. Als wir bzw. ich völlig erschöpft oben angekommen waren, mussten wir den Rest schieben. Die Felsen waren beeindruckend groß. Die Fahrt nach oben hatte sich gelohnt. Wir fingen an die Kröten aufzubauen. Leider ging das Kochen um einiges langsamer, da wir den Gaskocher benutzen mussten. Gegen 12 Uhr waren wir fertig. Wir aßen und gingen ins Bett. Fürs Vorlesen war es etwas spät (ich wäre sowieso eingeschlafen).

Einstein

Freitag, 29.07.05

Als ich aufwachte, grinste mich Einstein an. Stull und Schummel waren schon wach und liefen draußen rum. Unsere Kröte war ziemlich ungeräumig und eng. Nach ein paar Minuten Schlafsack rekeln, fing es an zu regnen. Nicht stark, aber es regnete. Von dem Regen getrieben, stand ich auf und packte meine Sachen. Nachdem wir alles gepackt hatten, fuhren wir auf die Straße, wo wir unsere Trinkflaschen auffüllten. Mit vollen Trinkflaschen fuhren wir los. Und die Mühe, die wir uns gestern mit den Aufstieg gemacht hatten, wurde uns heute wieder mit der Abfahrt ausgezahlt. Es machte einfach Spaß. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, setzten wir uns nach ein paar Kilometern auf den Weg und frühstückten. Der Nieselregen hatte aufgehört und das lang ersehnte Frühstück ließen wir uns schmecken. Nach dem Essen fuhren wir weiter. Es war hügelig und da her schwer zu fahren. Heute wollten wir uns ohne zu fragen einen Platz besorgen. Aber da es außer Wiesen mit Tieren nichts gab beschlossen wir doch zu fragen. Leider waren wir in einer menschenleeren Gegend und waren schon ziemlich erschöpft. Wir fuhren nur noch sehr langsam auf der schlecht befahrbaren Straße. Nach ein paar Frageversuchen, probierten wir noch einmal unser Glück. Es öffnete ein ältere Mann. Es war schwer ihn zu verstehen, da er entweder einen Akzent hatte oder einfach nur nuschelig sprach. Nachdem wir ihm klar gemacht hatten , was wir wollten, zeigte er uns einen Platz. Nachdem wir die Ochsenfrösche aufgebaut hatten, verlief der Abend wie immer. Wir aßen, saßen ein paar Minuten am Feuer und hinterher las Schummel uns noch vor.

Samstag, 30.07.05

Als um 10:30 die Schafe anfingen zu blöken, sahen wir ein, dass es Zwecklos wäre weiter zu schlafen. Als wir alle aus unseren Ochsenfröschen herausgekrochen waren, nahmen wir das morgendliche Frühstück ein. Nach dieser Stärkung ging's los. Nun begann der mühsame Aufstieg von Berg Nr.1. Nach einer rasanten Abfahrt und nach einigen Kilometern später kamen wir an einem Sparmarkt an. Wir kauften ein und stärkten uns mit Eis und Müsliriegeln. Dann ging's über relativ flaches Gelände weiter. Doch der Schein trügte: Nach einer halben Stunde Fahrt begann Berg Nr.2. Als wir endlich oben waren, machten wir endlich eine kleine Verschnaufpause. Nun begann die zweite Abfahrt des Tages. Als wir wieder ein Stück zurückgelegt hatten, begann es erneut bergauf zu gehen. Als wir den Berg erklommen hatten, fuhren wir wieder herunter. ALs wir fast untern waren, war vor uns plötzlich eine Kuhherde auf der Straße. Wir mussten alle scharf abbremsen und fuhren dann langsam vorbei. Später aßen wir noch Cornflakes und Müsli und dann ging es in den Burren Nationalpark hinein. Rund sechs Kilometer schöne Landschaft lagen vor uns. Kurze Zeit danach ging's wieder bergauf und zum Glück auch wieder runter. Nun entschlossen wir uns langsam einen Schlafplatz zu suchen. Nach einigen Fragen kamen wir zu einem älteren Herr. Er bot uns sein nicht mehr genutztes Feld an und sein gut gepflegten Vorgarten. Nach einigen hin und her entschlossen wir uns im Vorgarten zu schlafen. Wir machten vorher alle eine Liegeprobe. Da der Rasen wirklich bequem war, entschlossen wir uns die Kothe dort aufzubauen. Wir sammelten Feuerholz und kochten dann Himmel und Erde. Danach gingen alle ins Bett. Eigentlich hätten wir alle sofort einschlafen können, doch Schummel las uns noch vor.

Stull

Sonntag, 31.07.05

In der Nacht fing es an zu regnen und halb im Schlaf hörte ich plötzlich Holz zersplittern. Es störte mich zunächst irgendwie gar nicht. Als ich jedoch zufällig zum Kothenkreuz hochguckte, sah ich, was passiert war: Das Kothenkreuz war durch den Regen an der einen Seite zerbrochen. So hang die Kothe etwas durch. Da ich jedoch zu verschlafen war, überlegte ich mir nur, was ich machen würde, wenn die Kothe ganz zusammenfallen würde. Als der Plan soweit gefasst war, drehte ich mich um und schlief weiter... Um 12 Uhr unsere nicht irischer Zeit (denn wie schon vorher im Tagebuch erwähnt, hatten wir unsere Uhren nicht umgestellt) waren alle wach. Jedoch leisteten die meisten zu Anfang noch Widerstand gegen das Aufstehen. Bald gaben jedoch alle den Widerstand auf und standen auf. Nachdem wir uns wieder durch das gesamte Brotsortiment Irlands gegessen hatten, mit Kommentaren wie Äh, bäh, geht so und ganz gut, packten wir mal wir.

Unsere heutige Route führte uns über Gort in Richtung Galway. Als wir in Gort einen großen Supermarkt entdeckten, fingen die Augen aller an zu leuchten. Endlich mal wieder richtig einkaufen. Die letzten Tage waren wir nämlich immer nur an kleinen Läden vorbeigekommen. Nach weiterer Fahrt an vielen Kirchen, einer Burg und der Galwaybay vorbei, fragten wir wieder einen Bauern nach einem Schlafplatz. Wir konnten auf einer Wiese von ihm schlafen. Nachdem die Kothe aufgestellt wurden war, gab es Essen. Und zwar Korv Stroganov. Einsteins Kommentar zu der Schreibweise des Gerichts war: "Jetzt verstehe ich garnichts mehr". Nachdem er die Autoren des Buches verflucht hatte war das Essen auch bald fertig. Und so wurde es noch ein gemütlicher Abend mit Feuer, Essen, Gitarre und Vorlesen...

Schummel

Montag, 01.08.05

Heute Abend sollte Bergfest sein, deshalb wollten wir möglichst schnell einen guten Lagerplatz finden. Wir frühstückten und fuhren los. Heute war es warm, die Sonne schien und der Himmel war klar. Wir fuhren also los und kamen nach einer guten halben Stunde an einen Hafen in der Galwaybay. Dort wuschen wir uns und unsere Sachen (Das Wasser war sehr kalt). Als wir fertig und die Kleider relativ trocken waren, fuhren wir weiter und begannen einen Lagerplatz zu suchen. Zunächst guckten wir nach einem Platz, wo wir nicht fragen müssten, doch fanden leider keinen. Also fingen wir an zu fragen. In zwei Häusern war anscheinend keiner da. Bei einem dritten Haus verwies uns ein junger Mann auf eines der Häuser, wo wir schon gefragt hatten. Nach weiteren Versuchen fanden wir schließlich doch einen Lagerplatz. Die Wiese war etwas uneben, aber an einen umgekippten Baum konnten wir genügend Feuerholz und eine Kothenstange finden. Schummel und Ich gingen einkaufen. Es als Vorspeise einen Salat, als Hauptspeise gefüllte Paprika und als Nachspeise Milchreis und Tschai geben... Als wir alles hatten, wollten wir zur Kasse gehen, da fiel uns jedoch ein, dass wir die Nutella für Morgen früh vergessen hatten. Also suchten wir nach Nutella und bezahlten. Als wir beim Lagerplatz angekommen waren, stand die Kothe noch nicht und Stull und Müm hackten Feuerholz. Sie hatten keine Kothenstange gefunden. Schummel fand eine mehr oder weniger geeignete Stange und wir zogen die Kothe hoch. Als sie stand, bemerkten wir , dass die Dosenfrüchte für den Tschai nicht da waren. Also fuhr Stull los und holte noch die Früchte. Währendessen bereitete Schummel die Paprika vor. Müm und ich holten Wasser und machten weiter Feuerholz. Als Stull wiederkam, zündeten wir nach einer Weile das Feuer an. Wir setzten die Paprika auf und schnippelten für den Salat. Schließlich waren wir fertig und aßen den Salat. Danach gab es die Paprika und ich bekam schlimme Lachkrämpfe. Wir wuschen die Töpfe ab und begannen mit dem Milchreis. Mit dem Tschai waren wir auch fast fertig, als Schummel so schlau war und Salz anstatt Zucker in den Tschai tat. Den Tschai konnten wir jetzt vergessen. Es gab also Milchreis, den ich viel zu süß fand, während Stull und Müm noch mehr Zucker wollten. Schummel las uns noch vorund aßen jeder noch einen Muffin. Ich ging danach schließlich schlafen, während die Anderen noch am Feuer sitzen blieben.

Einstein

Dienstag, 02.08.05

Um 2 Uhr sind wir aufgestanden, danach frühstückten wir wie immer. Da heute Ruhetag war, hatten wir keinen Plan, was wir machen wollten. Wir trockneten die noch feuchten Sachen, die wir noch vom Waschtag nass waren. Wir beschlossen einkaufen zu gehen und danach nach Galway zu fahren. Gesagt getan. Wir kauften ein und danach fuhren wir nach Galway. Es war ziemlich cool mal wieder ohne Gepäck zu fahren. In Galway angekommen suchten wir zunächst relativ erfolglos nach einem Fahrradladen. Nachdem wir einige Leute gefragt hatten fanden wir einen kleinen Fahrradladen in einem Hinterhof. Der Verkäufer kramte in seiner Werkstadt und gab uns die Teile, die wir brauchten. Nun mussten wir wieder aus der Stadt herausfahren. Dabei hatten wir keine Probleme. Auf dem Weg kauften wir noch Salatdressing. Als wir bei der Kothe waren, kochten wir und hackten noch Feuerholz. Wir aßen und sangen. Am Ende des Tages las uns Schummel noch vor und dann schliefen wir ein.

Müm

Mittwoch, 03.08.05

Wir standen um 12 Uhr auf. Wir ließen uns alle Zeit beim packen und gegen 3 Uhr fuhren wir in Richtung Oranmore zum Supermarkt. Dort kauften wir uns eine Familienpackung Taschentücher. Als wir fertig eingekauft hatten, fuhren wir weiter in Richtung Gort zurück. Bei der Fahrt passierte nichts besonderes. Nun machten wir uns in Richtung unserer alten Route auf. Am Ende einer großen Hauptstraße kauften wir fürs Abendessen ein. Nun fuhren wir auf der altern Route weiter in Richtung Gort. Als wir eine Weile gefahren waren, fingen wir an einen Lagerplatz zu suchen. Nach einigen Fragen kamen wir zu einem Haus, wo uns der Besitzer einen Platz zeigen lie0. Müm und ich versuchten die Kothe aufzubauen. Es gelang uns. Die Kothe sah aber nicht allzu toll aus. Als dies erledigt war, kochten wir Spagetti Bolognese und machten Späße mit dem Elektrozaun. Abends las Schummel weiter vor. Und anschließend schliefen wir alle ein.

Stull

Donnerstag, 04.08.05

"Irisches Wetter"

Vom Regen aufgeweckt sah ich an diesem Morgen aus der Kothe in einen tiefgrauen Himmel, der alle Hoffnungen auf gutes Wetter an diesem Tag schon von vornherein ausschloss. Ich dachte mir nur, dass ist der berüchtigte irische Regen. Mein erster Gedanke war einfach umdrehen und weiterschlafen. Aber das würde auch nicht helfen, denn aufstehen, packen und weiterfahren müssten wir so oder so... Also frühstückten wir in der Kothe, packten unsere Sachen und ließen zum Schluss die Kothe herunter. Nun waren wir dem Regen schutzlos ausgeliefert. Durch die ganze Regenkleidung ging es mit dem Fahrrad nur schleppend voran. Deswegen waren wir alle froh, als wir Gort mit seinen Einkaufsläden erreichten. Nachdem wir jedoch eingekauft hatten, mussten wir wieder raus in den Regen. Nach kurzer Zeit beschlossen wir uns jedoch schnell einen Lagerplatz zu suchen. Nach ein zweimal Fragen konnten wir uns auf einer Wiese bei einem Bauern niederlassen. Die Kothe bauten wir an diesem Tag in rekordverdächtiger Zeit auf, aber das konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass meine Schuhe durch die hohe Wiese mehr als nass geworden waren. Aber da ging es den anderen auch nicht viel besser. Nachdem die Kothe aufgebaut war, kochten wir schnell und aßen unter einem Unterstand vor einem Stall. Danach gingen wir in die Kothe und verbrachten den Rest des Abends mit singen und vorlesen.

Schummel

Freitag, 05.08.05

Als wir aufgestanden waren, war die Kothenbahn schon fast trocken. Wir frühstückten unter dem Unterstand. Danach packten wir die Sachen und ließen die Kothe runter. Wir bedankten uns , füllten unsere Wasserflaschen auf und fuhren los. Gegen 4 Uhr kamen wir an einen See. Schummel und ich gingen dort baden. Das Wasser war nicht tief, es ging mir nur bis zum Bauch. Nach einer halben Stunde fuhren wir weiter. Zum Abend hin kamen wir in ein Dorf, wo gerade ein Fest im Gange war. Wir kauften in einem kleinen Laden ein und bauten die Kothe auf einer Wiese, wo noch einige andere Zelte waren, auf. Als wir fertig aufgebaut hatten, hatte sich ein Auto in dem Matsch festgefahren. Wir halfen mit es heraus zu schieben. Danach aßen wir Salat und Cornflakes. Wir gingen ein wenig im Dorf herum, doch leider war nicht mehr besonders viel los und so gingen wir wieder zur Kothe zurück. Schummel las uns noch vor. Danach redeten wir im Schlafsack noch etwas über Fußball und dann schlief ich irgendwann ein.

Einstein

Samstag, 06.08.05

Um 12:30 sind wir aufgestanden. Wir frühstückten Cornflakes, die gestern übrig geblieben waren, und Brot. Nachdem Frühstück berieten wir, was wir machen wollten. Es waren noch 35 Kilometer bis Newmarket on Fergus, wo wir uns mit Lukas und Leuten treffen wollten. Wir beschlossen kurz vor Newmarket on Fergus zu fahren und dann einen Ruhetag zu machen. Wir bauten die Kothe ab. Schon nach ein paar Metern waren meine Schuhe von dem nassen Gras durchnässt, da es in der Nacht geregnet hatte. Um 15:30 Uhr fuhren wir los. Wir fuhren zu einem Haus, wo wir nach Wasser fragten. Es stellte sich heraus, dass die Leute aus Deutschland kamen. 10 km weiter in Trulla kauften wir ein und nun fing es an zu regnen. Es war schon den ganzen Tag bedeckt gewesen, aber nun mussten wir unseren Weg im Regen fortsetzen. Total durchnässt und 2 km vor Newmarket on Fergus beschlossen wir nach einen Lagerplatz zu fragen. Der Mann, auf den wir trafen, stellte sich als sehr freundlich heraus. Er spendierte uns etwas zu trinken und probierte alles uns einen Schlafplatz zu besorgen. Nach ein paar Telefonaten war es geschafft. Er sagte uns, wie wir zu einem Punkt kommen würdem wo er uns später Treffen wollte. Nachdem wir zu dem Punkt gekommen waren, mussten wir noch 5 Minuten warten und dann auch der Mann. Wir sollten seinem Wagen folgen. Wir stellten fest, dass er uns nach New Market on Fergus führte. Im Dorfkern bog er in einen Hinterhof, der zu einem Pub gehörte, ein. Wir durften unsere Kothe auf dem Rasen aufbauen. Wir stellten fest, dass wir genau dort waren, wo wir uns mit Stetson treffen wollten. Wir bauten die Kothe auf und aßen Brot zum Abendbrot. Danach ließen wir den Tag mit einem Kartenspiel von Stull ausklingen und dann las uns Schummel noch den Rest von dem Buch vor. Danach schliefen wir ein.

Müm

Sonntag, 07.08.05

Der Tag begann schleichend um 12:30 Wir ließen uns Zeit beim frühstücken, aufstehen und waschen. Nach dem Frühstück entschlossen wir uns zu einem nahe gelegenem Schloss zu fahren, welches 6 Kilometer entfernt war. Dort blieben wir eine länger Zeit bis ca. 17:30. Als wir zurück am Lagerplatz waren, spielten wir noch ein wenig Karten(Das Spiel hatte ich die ganze Großfahrt mitgeschleppt). Anschließend gingen wir in ein Restaurant und aßen jeder etwas leckeres. Nach gut einer Stunde gingen wir noch ein Softeis essen. Um ca. 10:30 gingen wir in die Kothe und sangen noch und machten Pläne, wie wir die nächste Großfahrt gestalten würden. Um 3 Uhr entschlossen wir uns zu schlafen.

Stull

Montag, 08.08.05

"Wiedervereinigung des Stammes Mimung"

Der letzte Irlandtag unserer schönen Großfahrt begann mit dem allmorgendlichen Kampf des Aufstehens. Da wir uns jedoch mit Lukas erst um 16 Uhr treffen sollten, siegte zunächst der Drang liegen zubleiben. Als der Hunger jedoch immer fordernder wurde, standen wir irgendwann auf. Während ich und Einstein uns wuschen, gingen die anderen Beide einkaufen, da wir noch nichts zu Essen für diesen Morgen hatten. Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir unsere in der Kothe weitverstreuten Sachen ein und spielten die restlich Zeit noch Karten. Stetson und Anhang kamen pünktlich 40 Min zu spät. Und mit der Ankunft war es mit der Ruhe auch vorbei. Man hörte "Kampfschreie" wie "Lasst uns Lukas, Sven, Pott oder Flo whoppern" oder "du Affe" usw. Und dabei hatten sogar noch alle Spaß dabei. Nachdem der pubertierene Haufen ruhiger geworden war, zeigten wir uns gegenseitig, wo eine jeder Gruppe langgefahren war. Um 18 Uhr nach irischer Zeit (nicht mehr nach unserer Zeit, da wir sie bei den anderen nicht durchsetzen konnten) machten wir uns zu einem Sparmarkt auf, um unseren letzten Einkauf in Irland zu tätigen. Da wir beschlossen hatten am Abend noch ein letztes Mal warm zu Essen, machten wir uns zu einem Waldstück auf, indem die Anderen schon bei der Ankunft geschlafen hatten, um dort zu kochen. Dort angekommen packten wir nur unsere Kochsachen aus, sammelten Feuerholz und kochten. Nach dem Essen saßen wir noch bis etwa 12 Uhr am Feuer, bevor wir es loschen und uns mit Sack und Pack zum Flughafen aufmachten.

Schummel

Dienstag, 09.08.05

Der Weg zum Flughafen stellte kein Problem dar, da so spät Abends nur noch wenige Autos unterwegs waren. Das einzige was uns stoppte, war eine Sicherheitskontrolle auf dem Zubringer zum Flughafen. Dem mussten wir erst mal genau erklären, dass wir zum Flughafen fahren würden, um dort am morgen nach Deutschland zu fliegen. Am Flughafen angekommen packten wir unsere Sachen, sodass sie Flugtauglich waren. Danach legten sich einige in ihre Schlafsäcke um noch ein bisschen zu schlafen. Die Anderen unterhielten sich oder suchten, wie ich und Stetson eine Dusche, die jedoch leider außer Betrieb war. Um 4:45 weckten wir alle, die bis dahin eingeschlafen waren und aßen unsere letzten Vorräte bei einem sehr frühen Frühstück auf. Danach gings dann auch schon los mit dem Einchecken. Nachdem wir alle Sicherheitskontrollen im Flughafen hinter uns gebacht hatten, bemerkte Pott, dass er seine gesamte Taschenmesserkollektion in seinem Handgepäck hatte. Ich sagte mir nur, Glück gehabt. Denn hätten sie die Taschenmesser bei Pott gefunden, hätten wir wohl mindestens alle unsere Sachen auspacken und kontrollieren lassen müssen. Um 7:20 saßen wir dann im Flugzeug und um 7:50 hoben von Irland ab. In Lübeck angekommen verluden wir das Gepäck in das Auto von Potts Vater, der es netterweise mit nach Hamburg fuhr. Ohne Gepäck machten wir uns dann auf nach Lübeck zum Bahnhof. In Lübeck nahmen wir die Bahn nach Ahrensburg und dort trennten sich unsere Wege. Jeder fuhr müde nach Hause. Und so fand eine tolle und erlebnisreiche Großfahrt ihr Ende.

Schummel