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Stamm Hagen von Tronje

Finngroßfahrt 20.07.2003 - 08.08.2003

Mit dabei: Stull, Müm, Quassel, Schummel, Lärmy, Pott, Sven, Herb, Flo und Meister Stetson

Sonntag, 20.7.03

Wir alle sind im Hauptbahnhof eingetroffen. Der Zug nach Rostock fuhr um 8.14 Uhr Im Zug hat Lars mit einem Mann geredet, der ziemlich viel gesoffen hat. Er war so voll, dass er nur Scheiße gelabert hat. Als er endlich weg war, waren alle froh.

Lärmy

Montag, 21.07.03 Geländespiel und Blut auf der Fähre

Als wir alle ausgeschlafen hatten und gegessen hatten (Kaltverpflegung), trafen wir uns auf dem hinteren Teil der Fähre, wo Marril ein Geländespiel für uns vorbereitet hatte. Ein paar Posten versteckten sich auf dem Schiff, bei denen wir Fragen beantworten mussten. Um 20 Uhr war Aufruhr auf der Fähre, denn Quassel hatte eine Platzwunde am Hinterkopf. Er hatte mit Stetson gerangelt und war gegen einen Stuhl gestolpert. Danach gingen wir ins Bett

Müm

Dienstag, 22.07.03

Wir fuhren mit dem Fahrrad. Ich verlor meine Sachen so oft, dass Stetson fast verrückt wurde (Weil er mir immer helfen musste). Außerdem kamen wir in Helsinki an! Dann fuhren wir weiter und trafen andere Pfadfinder. Die gaben uns Wasser und einem Rundgang durch ihr Schiff. Wir fuhren weiter und Stetson machte fast Selbstmord, weil mir noch immer Sachen runterfielen. Dann fuhren einen Berg nach dem anderem hoch und runter und ich flippte fast aus, weil ich die Berge nicht hoch kam. Endlich kamen wir zu einem kleinen Boot, welches uns rüber fuhr. Dann kamen wir an unserer Insel an. Manche bauten ihre Kohten auf!

Quassel

Mittwoch, 23.07.03 Tausend Regentropfen oder tausend Seen

Wir standen um etwa 11:30 auf, da wir diesmal ausschlafen konnten. Als wir merkten, dass es anfing zu regnen, verschlossen wir die Packtaschen, die draußen lagen. Als Schummel vom Regen nass wurde, packten wir unsere Packtaschen ins Haus. Der Regen war so stark, dass er durch zwei Türen ins Zimmer regnete. Der hörten um ca. 13:00 auf. Daraufhin zogen wir in ein anderes Haus, wo wir, die Tronjer, die nächste Nacht übernachten sollten. Dort frühstückten wir dann erst Mal. Als wir fertig waren, fand ein Geländespiel statt, dass mit Finnland zu tun hatte. Nach dem Geländespiel hatte jeder Zeit, dass zu tun was er wollte. Um etwa 21:00 gab es Essen. Wir hatten diesmal Kartoffelsuppe gemacht, was mir sehr schmeckte. Um 23:00 mussten wir kleinen leider ins Bett, da wir am nächsten Morgen sehr früh aufstehen mussten.

Stull

Donnerstag, 24.07.03 Die erste Pannenserie!

Es war der Tag, an dem sich die einzelnen Gruppen auf Fahrt durch Finnland aufmachen sollten. Dementsprechend früh wachte ich vom schrillen Weckerton auf. Die Uhr zeigte genau 7:30 an und neben mir wachten Lars und Stetson so nach und nach auf. Sie waren mit mir in der Nacht aus dem Haus nach draußen geflüchtet waren, da es dort drinnen viel zu heiß und stickig gewesen war und wir so entschlossen hatten uns lieber den Mücken auszuliefern als weiter im Haus zu bleiben. Kurze Zeit später ging es zum Morgenkreis und danach gleich ins Wasser zum waschen. Nun wurde gepackt und gegessen, während die ersten das Lager mit dem Boot verließen. Wir kamen so um 11 Uhr an die Reihe. Leider konnten in dem Boot immer nur 5 Leute mitfahren und so brauchte es schon einige Zeit. Als wir nun endlich drüben waren, merkten wir, dass unsere Fahrräder noch mit denen von Antje, Lars und Stefan zusammengeschlossen waren. Und so mussten wir warten bis die drei mit dem Boot drüben waren. Als wir nun endlich aufgeladen hatten, verabschiedeten wir uns von den drei und fuhren in Richtung Helsinki Innenstadt. Nachdem wir etwa 200m gefahren waren, hörte ich hinter mir einen lauten Knall, der mich erschreckt nach hinten sehen ließ. Bald war klar, dass Quassels Hinterreifen geplatzt war. So hielten wir also an und machten uns daran das Loch zu flicken. Dies war schnell getan. Doch als wir das Hinterrad wieder einsetzten, gab eine weiter Überraschung. Das Hinterrad war mehr Acht als Hinterrad, sodass die Bremsen nicht mehr funktionierten, da sie die ganze Zeit schleiften. So mussten wir hinten die Bremsen lösen und Quassel durfte nur noch mit großen Sicherheitsabstand fahren. Unser Plan war, nach Helsinki zu fahren, dort eine Landkarte zu kaufen und das Fahrrad zu reparieren. Auf dem Weg ins Zentrum trafen wir noch den Stamm Balmung, der schon alles nötige eingekauft hatte und nun aus der Stadt fahren wollte. Als wir endlich im Zentrum von Helsinki waren, suchten wir ein Kartenladen und kauften uns eine Finnlandkarte. Und nun kam Quassel’s Fahrrad dran. Schon beim ersten Fahrradladen wurde uns unmissverständlich klargemacht, dass das Hinterrad nicht mehr zu reparieren sei und ein neues die einzige Alternative wäre. Leider hatte der Fahrradladen nicht eine solche Hinterradfelge, sodass wir zum nächsten fahren mussten. Dort gab es zwar genau die Hinterradfelge, die wir brauchten, doch sie sollte jedoch 90 € kosten. Dies hielten wir für mehr als überteuert und steuerten gleich eine dritten Fahrradladen an. Dort bekamen wir was wir wollten: Eine Hinterradfelge für 55€. Nun ging es ans Einbauen der Hinterradfelge. Da wir die 12 Euro für den Einbau sparen wollten, versuchte ich mein Glück und schaffte es auch bis auf eine Spezialschraube, die ich nicht lösen konnte. Damit durfte sich der Typ aus dem Fahrradladen beschäftigen. Als wir mit all dem fertig waren, war es schon 18:00. Wir brachen darauf auf, um aus Helsinki rauszukommen und noch einzukaufen. Und auf den ersten Meter passierte es: Ich wollte gerade einen Gang tiefer schalten, als es plötzlich „Peng“ machte und ich mich plötzlich im ersten Gang befand, statt im Fünften. Der Bautenzug war gerissen! Glücklicherweise konnte ich aber weiterhin, wenn auch sehr kompliziert, hinten am Rad den Gang einstellen. So stellte ich einen mittleren Gang ein und wir fuhren weiter. Am Supermarkt kauften wir noch kurz ein und kamen dann auch bald aus Helsinki raus und fanden dann auch bald einen Platz. Da es schon spät war, machten wir Nudeln mit Käse, was den Abend dann auch ausklingen ließ.

Schummel

Gefahren: 41 km Durchschnitt: 12 Km/h

Freitag, 25.07.03

Als ich morgens aufwachte, wurde mir als erstes klar, dass ich scheiße geschlafen habe. Na klar, es ist erst 9:00 Uhr. Man ich kann euch raten, baut niemals Ochsenfrösche auf ! Jetzt mussten wir (ich) unsere Essenssachen rausholen, denn wir wollten frühstücken. Das einzig gute daran war, dass wir Milch tranken. Ich nahm gleich 2 große Schlücke. Nach dem Essen mussten wir darüber reden, welches Fahrrad ich fahren würde, weil meins mir zu groß war(ich falle immer mit dem Fahrrad um). Wir kamen zu dem Schluss, dass ich Herbs Fahrrad zum fahren bekam. Dass hieß, dass ich alles umpacken musste. Egal, 2 Stunden später fuhren wir dann los. Ich kam mit dem Fahrrad ganz gut zurrecht. Nur Herb nicht mit meinem. Zum Glück fuhren wir nur einen Kilometer weit, dann konnten wir baden gehen. Stetson und Schummel fanden einen geeigneten Platz, wo wir ins Wasser stiegen. Ich war zwar nicht der Erste im Wasser, aber das machte mir nichts, denn ich war solange drin, dass ich mir den Fuß an Steinen aufschnitt. Und so musste ich raus aus dem Wasser. Dann mussten wir weiter. Ich fuhr immer noch Herbs Fahrrad und er auf meinem. Nach 15 Kilometern meinte Herb, dass er nicht mit meinem Fahrrad fahren könnte. Wir mussten anhalten. Er fuhr mal Schummels, mal mein Rad. Es ging alles nicht. Naja egal, jetzt erstmal Wasser lassen (Pinkeln).Wir stellten uns alle in Richtung und pinkelten alle gleichzeitig los. Das tat gut. Dann merkten wir, dass doch nur meine Bremsen die ganze Zeit angezogen gewesen waren, und deshalb fuhr ich ganz langsam und war total K.O.. Schummel stellte mir die Bremsen ein.(Hier an dieser Stelle ein Danke an meinen Vater, der mir die Bremsen eingestellt hatte).Also fuhren wir weiter , jeder mit seinem eigenen Fahrrad. Nach weiteren 20 km sahen wir ein ziemlich kaputtes Auto. Wir stiegen alle ab und schauten uns es an. Es war so ausgenommen, die Sitzpolster waren weggebrannt, aber das ist eigentlich egal, es sah einfach cool aus. Wir setzten uns alle davor und machten ein unschuldiges Gesicht und ich hielt ein Feuerzeug in die Höhe. Danach gingen Schummel und Stetson einen Lagerplatz suchen. Lieder fanden sie keinen. Also mussten wir weiter fahren. Das ging dann etwa zehnmal so weiter. Irgendwann kamen wir dann an einen See( an den wir auch wollten). Wir fanden leider immer noch keinen Platz und mein Fuß tat langsam ziemlich doll weh. Als wir noch mal 6 km geschafft hatten, wollten wir Wasser holen und Schummel verarztete meinen Fuß noch mal, deshalb durfte ich kein Wasser holen. Ich gab deshalb meinen 5 l Wassersack und meine 2 l Flasche Schummel und Stetson. Dann fuhren wir weiter. Wir fuhren so 3 km, dann sahen wir eine Straße, die eher nach Feldweg aussah. Wir fuhren die Straße entlang. Irgendwann wurde es uns zu bunt und wir fragten an einem Haus, ob wir im Garten übernachten dürften. Die Hausbesitzerin konnte leider nur Finnisch. Sie erlaubte es uns trotzdem. Wir fuhren unsere Fahrräder in den Garten. Dann kam aber der Mann einer anderer Frau, die aus Hamburg kam. Se konnte auch Deutsch. Sie bot uns an, dass wir in ihrer Scheune schlafen könnten. Wir nahmen das Angebot dankend an. Wir bauten unsere Mückennetze in der Scheune auf (Ich schlief mit Lärmy in einem Mückennetz). Danach musste ich in dieses Tagebuch schreiben. Als ich fertig war, musste ich helfen Kartoffeln zu schälen und Porré schneiden. Als wir fertig waren hat das Essen schon gekocht. Ein Glück wir alle hatten mächtig großen Hunger! Dann haben wir gegessen. Es war sehr. Als wir alle satt waren, mussten wir abwaschen. Wir waren alle sehr müde und gingen schlafen. Die mücken haben mich nicht gestört. Naja, da bleib mir nur noch eins zu sagen: Gut Nacht.

Euer Pott

Gefahren: 59 km Durchschnitt: 17,2 Km/h Max: 47,6 Km/h

Samstag, 26.07.2003

Wir wurden um 10:15 in der Scheune wach, standen auf und fingen an zusammenzupacken, was etwas dauerte. Danach frühstückten wir im Schatten unter einem Baum, nachdem wir uns ins Gästebuch eingetragen hatten. Während des Frühstückes kam die deutsche Besitzerin zum Essenskreis und bot uns Eis und Kartoffeln an, die wir aber erst danach aßen bzw. verstauten. Sie bot uns auch an, die Sauna anzumachen, doch es wollten nur drei Leute, weshalb wir ablehnten. Nachdem wir uns bedankt und verabschiedet hatten, fuhren wir los. Aber Lärmy hatte nach 100m einen Platten, den er selber flicken sollte, was 1 ½ Stunden dauerte, weil er keine Ahnung von Rädern hatte. Danach fuhren wir zu einem Badesee, wo wir badeten und unsere Halstücher und andere Kleidung wuschen. Zur restlichen Fahrt ist nicht viel zu sagen. Sie war heiß und anstrengend, obwohl man sich langsam daran gewöhnt. Abends um 21:30 hatten wir Probleme einen Schlafplatz zu finden, nachdem wir noch unser Wasser bei einer Frau aufgefüllt hatten. Der erste Platz, den Schummel fand, lag direkt neben der Straße und war voller Armeisen. Schließlich fanden wir einen Platz am Waldrand, ohne Armeisen. Nachdem wir Paprikareis gekocht und gegessen hatten, gingen die anderen in ihre aufgehängte Kohtenmückennetze, da wir unter freien Himmel schliefen. Ich, Sven und Stetson blieben noch bis 2:00 draußen, weil ich abwaschen musste. Dann gingen auch wir schlafen.

Herb

Gefahren: 43 km Durchschnitt: 17,1 Km/h Max: 51,6 Km/h

Sonntag, 27.07.03 Das große Regnen

Wir wurden um etwa 5:00 Uhr von Regentropfen geweckt. Alle brachten ihre Sachen(vor allem ihre Schlafsäcke) unter ihr Ponchos. Alle? Fast alle! Nur zwei Leute leisteten dem Regen Widerstand. Es waren Pott und Lärmy, sie lagen noch immer in ihren Schlafsäcken. Doch Pott wurde es zu nass und er packte seine Sachen ein. Doch der eine, Lärmy, leistete immer noch Widerstand. Erst nach langem auffordern von Schummel und Stetson, kam er aus seinem Schlafquartier heraus. Sein Schlafsack war richtig durchnässt. Ihn störte es nicht. Als es aufhörte zu regnen, machten wir Feuer und hängten unsere nassen Sachen auf. Danach machten wir uns Tütensuppen. Wir waren alle müde. Als die Sonne raus kam, nahmen wir die Sachen von der Leine und legten sie aus dem schattigen Wald in die Sonne. Wir versuchten wieder zu schlafen. Das Wetter wurde immer besser, doch die Wolken blieben dunkel. Als alle wieder aufwachten, packten wir auf und um etwa 12:00 Uhr fuhren wir los. Nach ein paar Kilometer holten wir Wasser. wir fuhren weiter. nach vielen Kilometern machte Pott einen spektakulären Überschlag. Er wurde mit dem Auto in die nächst größere Stadt ins Krankenhaus gefahren. Der Grund war, dass er sich von einem Schneidezahn etwas abgebrochen hatte. Als er wiederkam, mussten wir weiterfahren. Doch Potts Fahrrad war fast kaputt. Schummel musste deswegen auf Potts Fahrrad fahren. Wir suchten nach einen Lagerplatz und nach langem Suchen, fanden wir einen. Wir bauten Ochsenfrösche auf.

Sven

Gefahren: 43 km Durchschnitt: 16,3 Km/h Max: 44,2 Km/h

Montag, 28.07.03 Die Reparatur

Eigentlich wollten wir um 7:30 aufstehen, aber wir verschliefen um 4 Stunden. Also wachten wir um ca. 11:30 auf. Wir packten unsere Fahrräder und aßen. Danach mussten wir unsere Fahrräder zur Straße schieben. Danach fuhren wir 14 Kilometer nach Lathi, wo wir uns aufteilten. Stetson und Pott fuhren zum Zahnarzt. Ich (Floh) und die anderen fuhren zum Fahrradladen, wo wir Potts Gabel und Schummels Gangschaltung reparieren wollten. Sie hatten aber keine Gabel im Fahrradladen. Also warteten wir bis Pott und Stetson wiederkamen. Dann fuhren alle, bis auf Schummel, der noch seine Gangschaltung reparieren musste, zu einem anderen Fahrradladen. Beim Fahrradladen mussten sie die Gabel erst zurecht sägen, was aber zu lange gedauert hätte, da sie Schluss machen wollten. Wir warteten eine Stunde auf Schummel. da er nicht kam fuhren wir zu ihm. Wir wollten nicht kochen, daher kauften wir Kakao, Milch, Cornflakes und Schokoflakes. Wir bauten nach der Stadt Ochsenfrösche auf und aßen. Danach gingen wir schlafen.

Florian

Gefahren :22 km Durchschnitt:12,6 Km/h Max: 44 Km/h

Dienstag, 29.07.03 Zu wenig Schlaf und zu viele Berge!

Ihr werdet es nicht glauben, aber ich bin um 7 Uhr aufgestanden! Vielleicht denkt ihr jetzt „Wieso? So verschlafen kennen wir Stetson doch“, aber ich meine 7 Uhr nicht 19 Uhr. Grund für dieses Verbrechen war mein von mir eigenhändig gestellter Wecke. Nach meinem verfrühten Aufstehen schnappte ich mir Potts Rad und brachte es mal fahrend, mal schiebend zum Fahrradladen. Als ich dort um 8:15 ankam, gab mir ein englisch sprechender Angestellter zu verstehen, dass das Rad um 12:00 repariert sei und ich dann doch wiederkommen solle. Nach längerem guten Zureden fiel dem Mechaniker ein, dass er ja doch noch Zeit finden könnte, das Rad bis 10:00 zu reparieren. Damit war ich einverstanden. Ich setzte mich auf den Rasen vor dem Fahrradladen und frühstückte. Mein Frühstück bestand aus einer Dose Vanillekaffe, die ich mir auf der Fähre gekauft hatte, und einer Tafel Toblerrone Schokolade. Danach ging ich, mich über mein verfrühtes Aufstehen ärgernd, durchs Gewerbegebiet von Lathi. Nach einigen Straßenbiegungen sah ich einen Supermarkt – Einen K-City-Market. Ich betrat den selbigen und lief durch die Regalreihen. Als ich endlich die Kasse erreichte, kaufte ich mir eine Cola, da mein Koffeinspiegel zu sinken begann. Als ich den klimatisierten Supermarkt verließ, bekam ich einen kleinen Schock, denn es war inzwischen 9:30 und kriminell heiß. Gemütlich ging ich zurück zu Fahrradladen. Wie ich diesen eine viertel Stunde später erreichte, wurde gerade an Potts Fahrrad herumgeschraubt. Kurze Zeit später war der Fahrradladen 80€ reicher und zehn Werbekugelschreiber ärmer. Schnell fuhr ich zum Lagerplatz zurück. Dort angekommen war es etwa 10:30. Die anderen waren gerade dabei aufzustehen und so nutzte ich die Zeit um meine Sachen zu packen. Bald darauf frühstückten wir und dann fuhren wir los. Wir machten einen kleinen Schlenker zurück in die Stadt, um einzukaufen. Als auch die Kleinen etwas von ihrem Taschengeld beim Laden gelassen hatten, konnte es weitergehen. Kaum auf dem Rad passierte das, was passieren musste: Quassels Gepäck machte sich selbstständig. Pott, der mit Quassel die Nachhut bildete, schickte ich nach vorn, um den anderen zu sagen, dass sie es sich gemütlich machen könnten. Ich packte derweil Quassels Rad neu. Nach wiederholten Belehrungen, die mit dem Packen einhergingen, fuhr Quassel gefolgt von mir weiter. Vorbei an Seen, Wäldern und Feldern folgten wir der Straße bis auf einen Berg, an dessen Spitze wir kurz halt machten, um den weiteren Streckenverlauf auszudiskutieren. Weiter ging’s, die letzten Kilometer nach Heinola. Schummel fuhr voraus, danach die Horde der Kleinen. Ich wartete oben auf dem Berg, bis die anderen den Abhang fast gemeistert hatten. Dann fuhr auch ich los. Ich trat in die Pedale und erreichte eine sensationelle Höchstgeschwindigkeit von 61 Km/h. Mit meinem gesammelten Schwung fuhr ich bis zum nächsten großen Supermarkt, wo wir Eis kauften. Wir durchquerten die Stadt in Richtung eines Uferabschnittes des großen Sees, an dem Heinola lag, um uns dort einen Lagerplatz zu suchen. Nach kleinen Umwegen (Die Radwege verlaufen in Finnland oft abseits der Straßen, und nicht an jeder Straßenkreuzung besteht die Möglichkeit den Radweg zu verlassen, so dass man manchmal etwas zurückfahren muss, um abzubiegen), fanden wir dann auch, die in der Karte eingezeichnete Straße, die zu unserem Zielgebiet führte. Kaum waren wir aus der Stadt hinaus gefahren, wurde die Straße sehr bergig. Sie war so bergig, dass Pott, Lärmy und Quassel kaum hinterher kamen. Obwohl es schon spät wurde und wir sehr langsam voran kamen, mussten wir noch sehr lange fahren, da wir einfach keinen Lagerplatz fanden. Unsere Versuche in den kleinen Seitenwegen endeten an Häusern, deren Besitzer entweder nicht auffindbar, oder aber wenig sprachbegabt waren (sie sprachen nur Finnisch und Schwedisch, wir aber nicht). Einmal mussten Schummel und ich sogar vor einer schwarz-weißen, kläffenden, schwanzwedelnden Köterbestie reissaus nehmen. Als es schon fast dunkel war (in Finnland wird es im Sommer nie richtig Dunkel), entschieden wir uns zumindest schon mal Wasser zu holen. Wir versuchten es an mehreren Häusern, wobei wir auf eine alte Frau trafen, die uns anstarrte, als sähe sie Geister. Da wir uns jedoch nicht verständigen konnten, fuhren wir weiter. Das nächste Haus, an dem wir es versuchten, wurde von jungen Leuten bewohnt. Der junge Mann, mit dem wir uns unterhielten, sprach sogar, welch Wunder, fliesend Englisch. Nachdem unsere Wassersäcke gefüllt waren, versuchte er uns sogar eine Karte, mit einem Platz zum Schlafen darauf, zu zeichnen. Dieses Vorhaben gab er jedoch schnell auf. Stattdessen schnappte er sich sein Rad und fuhr voraus. Er führte uns zu einem Platz am See, der offensichtlich als Bootsanlegestelle für die Bewohner der näheren Inseln und als öffentlicher Grillplatz diente. Schnell kochten wir. Es gab Himmel und Erde. Nachdem Essen machten wir es uns unter dem Dach des Grillhäuschens, in dem wir gekocht hatten, bequem und schliefen schnell ein.

Stetson

Gefahren: 58,8 km Durchschnitt: 17,3 Km/h Max: 44,2 Km/h

Mittwoch, 30.07.03 Bergfest

Schummel und Stetson wollten fürs Bergfest einkaufen gehen. Als sie wiederkamen meinten sie, es gäbe keinen Supermarkt und müssten weiterfahren. Doch nach 2 km war ein Lagerplatz, den Schummel und Stetson schon ausgesucht hatten. Und das mit dem Supermarkt war auch nur Verarschung, denn die Sachen waren schon da, weil Schummel und Stetson schon eingekauft hatten. Am Abend gab es Rentiersuppe und einen Maiskolben für jeden. Dann gab es Milchreis und danach Tschai (besonderer Tee mit Früchten). Es war ein tolles Bergfest!

Lärmy

Donnerstag, 31.07.03 Ruhetag

Um etwa 4 Uhr morgens gingen Stetson, Schummel, Sven, Stull und ich baden. Die anderen wollten schlafen gehen. Wir schwammen ein paar Runden. Danach tranken wir Tschai und unterhielten uns. Nachdem Tschai gingen wir schlafen, außer Stetson, Schummel und Sven. Um 3:00 Mittags weckte mich Stull in Badehose und anscheinend waren schon alle beim baden und waschen. Wie ich danach erfuhr, schwammen und wuschen wir etwa noch eine ¾ Stunde. Danach frühstückten wir. Langsam wurde das Wasser knapp und so beschlossen wir, dass Pott, Stull, Quassel und Müm Wasser holen sollten. Als sie gerade weg fahren wollten, kamen plötzlich die Minas (Ein Mädchenstamm) um die Eck. Sie wollten auch hier bleiben. Als die Wasserholer wiedergekommen waren, hatten die anderen schon angefangen zu kochen. Es gab Käsenudeln. Wir aßen und unterhielten uns noch. Dann gingen wir langsam zu Bett.

Müm

Freitag, 01.08.03

Als wir endlich aufgewacht sind, merkten wir, dass wir voll verschlafen hatten. Wir packten so schnell wie es nur ging (Ich packte endlich mal richtig). Dann badeten wir und wuschen uns. Dann mussten wir losfahren. Dann passierte nichts besonderes. Dann ging es Berge hoch und runter. Als wir völlig erschöpft an einen K Markt kamen, rannten wir in den Laden, weil der fast zugemacht hätte. Als Stetson und Schummel rauskamen, hatten sie Eis mit Schoko und Vanille, aber es schmeckte gleich. Wir fuhren weiter und um 10:00 Uhr fanden wir dann einen Lagerplatz neben einer Kiesgrube, was uns egal war. Aber eine Frau sagte uns einen besseren Platz.

Quassel

Gefahren: 86,6 km Durchschnitt: 15,1 Km/h Max: 55,6 Km/h

Samstag, 02.08.03 Nur der Wind zählt

Um ca. 11:00 standen wir auf. Nun war es Zeit unser alltägliches Frühstück einzunehmen. Dann packten und wuschen wir uns. um 14 Uhr fuhren wir dann endlich los. Der Wind blies so doll, dass wir im Windschatten der anderen fahren mussten, um weiterzukommen. Nach einigen Strapazen kamen wir endlich an einen Supermarkt, der gerade noch auf hatte. Dort aßen wir Obst und tranken Cola. Als wir fertig waren, fuhren wir weiter. Der Wind hatte nachgelassen, sodass wir noch einige Kilometer schafften. Nach 30 Kilometern suchten wir uns einen Lagerplatz. Als Stetson und Schummel endlich einen gefunden hatten, der dicht an der Autobahn lag, bauten wir Kröten und Ochsenfrösche auf und kochten Gemüserissotto. Um 1:00 lagen wir in den Schlafsäcken.

Stull

Gefahren: 66 km Durchschnitt: 15,5 Km/h Max: 44,2 Km/h

Sonntag, 03.08.03 Der Deal mit der Stulle und den Süßigkeiten

Nach einer erholsamen Nacht, wachten wir um etwa 11 Uhr auf unserem nicht ganz so tollen Lagerplatz auf. Der Lagerplatz lag nämlich etwa 500m von einer Autobahn entfernt und war eine riesige Waldschneise, die wohl auch eine Autobahn werden sollte. Als es Zeit fürs frühstücken wurde, bettelte Stull uns an, dass er eine Stulle haben wolle. Nach langem hin und her willigten wir unter der Vorraussetzung, dass er sie aufessen müsse, ein. So kam es nun, dass für Stull eine Stulle belegt wurde. Die ersten Bisse schienen ihm noch recht gut zu schmecken, doch bald schien er nicht mehr so wirklich Spaß an diesem Stück Brot zu finden. Deswegen versuchte er Quassel durch Süßigkeiten davon zu überzeugen, dass er die Stulle zuende essen solle. Quassel, der schon länger keine Süßigkeiten mehr hatte, weil sein Geld schon länger ausgegeben war, willigte nach kurzem Verhandeln ein. Auch er fand die ersten Bisse nicht so schlimm, doch ihm verging auch sehr bald der Appetit, aber er wollte ja unbedingt die Süßigkeiten haben und so schaffte er, wenn auch mit einem sehr aussagekräftigen Gesicht, den letzten Bissen. Nachdem gepackt hatten, ging es weiter in Richtung Helsinki. Zwischendurch machten wir noch bei einem Lidl halt und aßen dort unter anderem Cornflakes und Müsli. Als wir nun fast in Helsinki waren passierte es! Bei einer Pause sah ich Stetson plötzlich wild auf dem Boden stampfen, wobei er jede Menge Schimpfwörter ausrief. Bald erkannte ich auch den Grund dafür. Denn Stetson hatte sein Fahrrad an einen Laternenpfahl gelehnt. Doch nachdem er es dort hingestellt hatte, hatte sich das Fahrrad selbstständig gemacht und war etwa 10 m eine Böschung herab gegen einen Baum gefahren. Nach diesem Vorfall suchten wir uns einen Lagerplatz vor den Toren Helsinki, da wir uns Helsinki am nächsten Tag anschauen wollten. Zum Essen gab es Chili con Carne, was dann auch das Ende des Abends war.

Schummel

Gefahren: 47 km Durchschnitt: 15,1 Km/h Max: 34,8 Km/h

Montag, 04.08.03 Helsinki

Nachdem wir spät aufgestanden waren, gab es erst einmal Frühstück. Nach dem Essen verschlossen wir die Kohten und fuhren recht spät in Richtung Helsinki los. Nachdem wir den so einigermaßen gefunden hatten, bemerkte Lukas, dass mein Hinterreifen sehr flau war. Wir pumpten ihn auf und fuhren weiter. Aber nach 2-3 Kilometer war der Reifen endgültig platt und Lukas fuhr zurück und holte Flickzeug, während wir über den bunten Abend grübelten. Nachdem Lukas wiedergekommen war und Schummel den Reifen geflickt hatte, fuhren wir weiter. Als wir um 18:00 in Helsinki angekommen waren, hatten wir Zeit Helsinki in 2-3 Gruppen zu erkunden. Ich, Flo und Sven erkundeten Stoekumen, ein riesiges Kaufhaus. Es war recht langweilig, aber in der CD- Abteilung wollte uns ein Typ Hasch andrehen („Do you smoke Hash?). Nachdem ich abgelehnt hatte, sahen wir uns alle zu Zehnt den Dom an. Danach fuhren wir los, um uns ein Restaurant zu suchen. Jeder aß eine Pizza und bekam ein Getränk. Nachdem Essen fuhren wir zum Lagerplatz zurück und gingen zu Bett.

Herb

Dienstag, 05.08.03 Wieder auf der Insel

„Aufstehen, aufstehen“, sagte Lukas „wir haben um 2 Stunden verschlafen“ Schnell packen und dann frühstücken. Als wir los wollten, fiel Herb auf, dass er einen Platten hatte. Er musste ganz schnell abpacken. Schummel und Stetson hatten in einer Rekordzeit von 11 Min. den Platten geflickt. Dann fuhren wir endlich los. Wir kauften beim Valintaloplus ein!!! Herb hatte schon wieder einen na, na,... genau natürlich eine Platten. Er und Schummel blieben beim Laden. Die anderen fuhren zum Anleger. Dort trafen wir die anderen. Herb kam dann auch. Wir fuhren wieder mit Booten übers Wasser und schliefen wieder im gleichen Haus.

Sven PS: Wir aßen Tortellini mit Käse-Sahne Sauce. Herb und Pott durften segeln.

Gefahren:25,9 Durchschnitt: 15,9 Km/h Max: 41,8 Km/h

Mittwoch, 06.08.03 Der Ruhetag

Wir schliefen bis 12 Uhr aus. Danach fingen wir an zu essen, doch wir wurden sehr schnell unterbrochen weil Lars meinte, dass wir zum Morgenkreis gehen müssten. Im Morgenkreis wurde gesagt, dass wir Holz tragen sollten und dass wir um 15 Uhr ein Buffet machen wollten. Aber erst mal mussten wir Holz schleppen. Dazu wurden wir in 2 Ketten aufgeteilt. Doch wir standen zu weit auseinander, sodass manche immer laufen mussten. Danach aßen wir weiter. Stetson musste noch einkaufen und die Filme entwickeln. Als Lukas weg war, mussten wir Sachen für den Käse-Wurst-Salat mit Tomaten und Paprika, den wir zum Buffet beisteuern wollten, schneiden. Die Tomaten waren leider gefroren, weil Schummel sie ins Eisfach gelegt hatte. Es gab beim Buffet Reis, viel Salat z.B. Nudel-Wurst-Tomatensalat, Milchreis mit Zimt und Zucker und Pfannekuchen. Die Pfannenkuchen und der Milchereis waren sehr schnell alle (Die Pfannekuchen wurden zum Glück nachgeliefert). Danach kam Stetson und der bunte Abend. Balmung hatte ein Lied gedichtet (Wenn die Mücke zu den Mensch kommt). Lars und Stefan hatte Popcorn gemacht und es gab noch vieles anderes. Am Abend gab es noch einen Singeabend und Stetson hatte Tschai gemacht (Für alle die Tschai nicht kennen, dass ist Tee mit Früchten). Der Tschai war sehr lecker. Danach haben Sven, Ich, Herb und Stetson uns noch Schokofondue geschnorrt. Danach sind wir um etwa 1 Uhr ins Bett gegangen.

Florian

Donnerstag, 07.08.03 Fähre

Es war scheiß früh, als wir aufgeweckt wurden – naja 8:30 Uhr. Immerhin ziemlich früh. Danach mussten wir packen. Ich war ziemlich schnell fertig und so weiter Wimpel packen und so... Naja dann konnten wir endlich frühstücken. Danach Wimpel holen, auspacken und zum Morgenkreis, da wurde alles weitere angesagt. Die Fahrradfahrer durften als erstes mit dem Boot ans Festland gebracht werden (Ich bin auch Fahrradfahrer). Es war Ok, ich wurde nicht so nass. Danach Fahrrad holen und packen. Danach schnell zur Fähre fahren. Zwischendurch zum Einkaufen fahren und weiter zur Fähre. Da mussten wir erstmal gaaanz laaaange warten. Danach irgendwann konnten wir rein. Wir mussten ganz schnell abpacken. Dann gingen wir doch und besichtigten unsere Kabinen. Die waren nicht so toll. Dann liefen wir im Schiff herum und feierten Lärmys Geburtstag. Danach gingen wir alle schlafen.

Pott

Freitag, 08.08.03 Letzter Tag ;-(

Irgendwelche Deppen haben mich geweckt (Schummel höchstwahrscheinlich). Nach meinem allmorgentlichen gemecker über zu frühes Aufstehen, zu wenig Schlaf, sowie Gott und die Welt, machte ich mich zu den Duschen auf. Nachdem das lauwarme Wasser einige Minuten angenehm auf meinen Rücken prasselte, ging ich zurück zur Kabine, schnappte mir meine Essenssachen und meine Leute und machte mich auf zum Frühstücken. Nach selbigen packten wir unsere Sachen und begaben und aufs Sonnendeck. Dort konnten wir die Fotowettbewerbsbeiträge aller Fahrtengruppen begutachten. Später stimmten wir über den Sieger ab. Obwohl wir die beste Mappe präsentierten wurde die Arbeit von Max und Kai zum tollsten erklärt. Ich erkläre mir die Fehlentscheidung damit, dass man uns nicht immer offiziell zum Sieger erklären kann, da dies schwere Schäden in der Psyche der anderen Stämme hervorrufen würde. Später machten wir als Bund einen Abschlusskreis. Es war wirklich ein beeindruckendes Bild: 70 Pfadis einfach mal ziemlich alleine auf’m Sonnendeck zu sehen. Eine halbe Stunde bevor wir Rostock erreichten, gingen wir zu den Rädern, welche wir schnell bepackten. Als wir damit fertig waren, fuhren wir schon zwischen wartenden Autos in Richtung Tageslicht. Auf ging’s zum Bahnhof. Auf dem Weg verlor Quassel einige Male Gepäckstücke, so dass ich langsam mit ihm hinter den anderen herfuhr. Als wir endlich den Bahnhof erreichten, war grad ne Bahn raus. Da aber gerade der Rest des Bundes ankam war das Warten halb so wild. Das Bahnfahren war noch mal ziemlich nervig, weil es so heiß war. Trotzdem hatten wir viel Spaß, so dass die Zeit bis Hamburg schnell vorüberging. Abends wurden dann die meisten am Bahnhof abgeholt. Nach den letzten Erinnerungsfotos gingen wir dann alle wieder unsere Eigenen Wege.

Stetson